Hans Sauerbruch

1987 | Hans Sauerbruch,

Sohn des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch, wurde 1910 in Marburg an der Lahn geboren und ging in Zürich und in München zur Schule. Schon früh fühlte er sich zur Kunst hingezogen, begann jedoch nach dem Abitur auf Wunsch des Vaters das Studium der Medizin. Dieses brach er aber bald ab und wechselte, unterstützt von seinem Mentor, dem Maler Max Liebermann, an die Berliner Kunstschule. Hier wurde er Schüler von Willy Jaeckel. 1939 erhielt Sauerbruch von der Preussischen Akademie das Olevano-Stipendium zugesprochen, an das sich 1941 ein einjähriger Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom anschloss. Diese für den Maler wichtige italienische Zeit endete 1942 mit der Einberufung zum Kriegsdienst. Aus russischer Gefangenschaft entlassen, entschloss sich Sauerbruch 1946 zu einem Neubeginn in Konstanz. Neben der Malerei musste er sich den Lebensunterhalt zunächst mit Illustrationen von Büchern und Tageszeitungen sichern. Lachend in die Woche, seinem wöchentlicher Beitrag im Südkurier blieb er fast 40 Jahre treu. Daneben wurde die Kunst am Bau ein wichtiges Betätigungsfeld. Hans Sauerbruch war Gründungsmitglied der Konstanzer Künstlervereinigung "Der kleine Kreis". Er unterrichtete an der Fachhochschule Konstanz und wurde dort 1979 zum Honorarprofessor ernannt. 1979  erhielt er das Bundesverdienstkreuz und 1990 den Ehrenring der Stadt Konstanz. 1996 starb er im Alter von 86 Jahren.

Bild:
Siebdruck, "Im Zirkus".


<< Zurück zur Übersicht

by moxi